KONZEPT

JAHR DER GESUNDHEIT

Speziell im Arbeitsalltag ist vor allem Rationalität gefragt: Analysefähigkeit, pragmatische Ordnung, Realismus, der Umgang mit Sprache und Zahlen, Ordnung, Logik. Ein Feuerwerk der linken Gehirnhälfte. Doch unser (Arbeits-) Gehirn besitzt auch eine rechte Hirnhälfte, die für Kreativität steht und der Motor unserer Leidenschaft ist. Hier verarbeiten wir Sinnlichkeit, Gefühle, Vorstellungskraft: Eigenschaften, die im Arbeitsleben nur selten gefordert sind.

Der Begriff Burn-out ist mittlerweile eine feste Größe und längst kein Modewort mehr. Der menschliche Geist ist ein Produkt seiner Umwelt. Die menschlichen Wahrnehmungskanäle sind voll von dem, was an akustischem und optischem Müll auf uns abgeladen wird. Wir sollten nicht nur gegenüber Magen, Herz und Leber, sondern auch gegenüber unserem Gehirn ein Diätbewusstsein entwickeln, mental etwas mehr a la carte essen und nicht jedes Fast Food hinunterwürgen, das uns vorgesetzt wird.

Psychologischen Studien zufolge hat der Mensch 60.000 Gedanken pro Tag. Sich von geistigem Gerümpel zu entledigen schafft geistigen Freiraum für wirklich Wichtiges und fördert die Balance. Das Gesundheitsverständnis sollte sich künftig auf den Prozess konzentrieren statt auf den Zustand.

Für immer mehr Menschen definiert sich Fortschritt nicht mehr nur über materiellen Wohlstand, vielmehr wird das Wohlergehen, zum Maß. Die menschliche Gesundheit ist der Kern dieses Wohlergehens und ist nur über eine menschliche, soziale und ökologische Entwicklung des Individuums zu erreichen.

Die Schlüsselfrage lautet: Wer kann am effektivsten Verantwortung für ein gesundes Leben übernehmen und damit künftigen Schaden vermeiden? Das ist der Einzelne und die Arbeitgeber.

Zwischen Gesundsein-Können und Gesundsein-Wollen gibt es eine Diskrepanz, die verdeutlicht, dass bloße „Eigenverantwortung“ zu kurz greift. Gesundsein-Können meint, dass Menschen bestimmte Kompetenzen benötigen, um gesund leben zu können. Das ist Wissen über richtige Ernährung, ausreichend Bewegung, soziales Miteinander, etwa wie man mit Freunden, Familie und Kollegen umgeht. Aber auch die Fähigkeit, wie man Emotionen handhabt, Rückschläge überwindet.
Gesundsein-Wollen scheitert häufig an der Organisation des täglichen Lebens.

Die Kluft zwischen Gesundsein-Können und Gesundsein-Wollen veranschaulicht, dass gesundheitliche Eigenverantwortung ein nicht ausreichendes Gesundheitskonzept ist. Gesundheit hat ihre individuellen Verursacher, aber auch ihre systemischen Ursachen.  Ein Unternehmen, in dem gerne und mit großer Leidenschaft gearbeitet wird, ist ein bedeutender Fortschritt im Sinne eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses. Und gerade die balance-getriebene Gesundheit der Mitarbeiter ist es, die künftig auch über die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens entscheidet.

Wettbewerbsvorteile erringen Unternehmen, die mentale, emotionale und körperliche Gesundheit fördern und von ihren Mitarbeitern Selbstverantwortung einfordern. So wie Menschen gelernt haben, die einfachsten hygienischen Maßnahmen in ihr Leben zu integrieren, um körperlichen Erkrankungen vorzubeugen, so wird künftig Geisteshygiene zur täglichen Selbstverständlichkeit werden.

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.